Pulsuhr: Entspannter trainieren

Messung vs. subjektive Wahrnehmung

In einer Welt in der Mann zum Essen nicht mehr auf die Jagd gehen muss und es keine kilometerlangen Märsche braucht, um die Behausung zu erreichen, fehlt es dem Körper sicherlich an Bewegung.

Dieser Bewegungsmangel zeigt sich nicht nur optisch, sondern kann auch gesundheitliche Folgen haben die sich im Alter auf Bewegungsapparat, Herz-Kreislauf und Atemsystem auswirken.

Nun muss man es deswegen mit sportlicher Aktivität nicht übertreiben, aber etwas Bewegung ins Leben zu lassen ist sicher nicht verkehrt. Bei mir ist das u.a. meine wöchentliche Laufrunde.

Sigma Pulsuhr
Uhr u. Herzfrequenzmesser
Pulsuhr von Sigma
SIGMAN PC 25.10

Lange Zeit war ich der Meinung Sport hilft nur, wenn er weh tut. Darunter mussten auch schon Freunde im selbst aufgestellten Intervalltraining leiden. Mittlerweile vertrete ich jedoch die Meinung, dass Sport auch entspannt sein kann und habe hier ja auch schon einige Möglichkeiten wie z.B. das Thera-Band vorgestellt.

Sport ist jedoch nur so lange als Sport zu betrachten, wie der Körper dabei in „Fahrt“ kommt. Dabei nach dem eigenen Gefühl zu gehen, führt eben bei Manchem dazu, dass sie in einem Intervalltraining enden, das hinterher zwei Tage Erholung benötigt.

Getreu dem Motto „What gets measured, gets managed.“ (kurz: Man kriegt nur auf die Reihe was man genau beaobachtet.) habe ich meiner subjektiven Körpermessung nun ein hilfreiches Gadget zur Seite gestellt – ein Herzfrequenzmesser.

Pulsuhr für den Sport
Trainingsprogramm in der Uhr
Pulsuhr mit Brustgurt (Sigma PC 25.10)
Pulsuhr und Brustgurt

Training macht besonders dann Sinn, wenn der Körper in dem Maße gefordert wird, wie es ihm gut tut. Ein Herzfrequenzmesser gibt dazu aufschlussreiche Messdaten – nämlich die Herzfrequenz (Herzschläge pro Minute). Mit körperlicher Belastung steigt diese Frequenz und ihr könnt euch denken, dass man dem Herzen einiges abverlangt, wenn man sich hier auf sehr hohem Niveau bewegt.

Um so eine Überforderung zu vermeiden habe ich mir nun eine sogenannte Pulsuhr zugelegt. Puls stimmt in diesem Zusammenhang nicht ganz, da die Herzfrequenz nicht wirklich mit dem Puls gleichzusetzen ist.

Zu der „Pulsuhr“ gibt es einen Brustgurt. Der ist wasserdicht und kann also auch beim Schwimmen eingesetzt werden. Per Funksignal überträgt der Brustgurt die Messdaten an die Uhr, die ebenfalls wasserdicht ist und die Messdaten darstellt und speichert. So hat man eine gute objektive Kontrolle darüber, wie sehr man seinen Körper wirklich belastet und kann während des Trainings der Belastung anpassen.

Es handelt sich bei der „Sigma PC 25.10“ sicher nicht um ein medizinisches Messgerät, aber für ca. 40 Euro bekommt man einen guten Trainingspartner. Der informiert einen mit Signaltönen darüber, ob man noch im gewünschten Herzfrequenzbereich trainiert.

Sensoren am Brustgurt einer Pulsuhr
Sensor zur Herzfrequenzmessung
Pulsuhr und Brustgurt (Sigma PC 25.10)
guter Trainingspartner

Laut Theorie, werden abhängig von der Herzfrequenz unterschiedliche Energiereserven herangezogen, so soll bei einer Herzfrequenz von 60-70 Prozent (der individuellen maximalen Herzfrequenz) die Fettverbrennung greifen, bei einer Frequenz zwischen 80 und 90 Prozent geht es an die Kohlenhydrate (Fitnesslevel). Wissenschaftlich bewiesen ist das nicht, aber ist eigentlich auch egal, denn seinem Körper tut man etwas gutes, wenn man das Herz mal ein wenig auf Touren bringt. Euer Arzt weiss das aber besser, fragt den also zur Not.

Was mir beim Training aufgefallen ist, ist dass ich ohne Messung in einem viel zu hohem Herzfrequenzbereich trainiert habe. Ich kann es viel entspannter angehen und dadurch auch noch länger trainieren. Statt also 15 Minuten wie vom Teufel gejagt den Körper zu schinden, kann ich nun eine halbe Stunde meinem Körper einer sportlichen Tätigkeit aussetzen.

Wahrscheinlich hätte ich ohne Herzfrequenzmessung und ohne Pulsuhr genau das Gegenteil von dem was ich durch meine sportliche Aktivität erreichen wollte und wäre irgendwann beim Training an einem Herzinfarkt gestorben. – Fazit: Sport ist Mord … aber nur wenn man nicht die Kontrolle behält. 😉

Im „Oldtimer“ auf der Spree

Faltboot vom VEB Pouch

Wenn sich die Möglichkeit ergibt, bin ich ja gern mal im Kajak auf der Spree unterwegs. Der Sommer hat da ja dieses Jahr nicht so mitgespielt und so gab es kaum die Gelegenheit. Doch kurz vor’m Jahreszeitenwechsel zum Herbst war es am Wochenende nun doch noch ganz schön und so ergab sich doch noch die Chance die Spree zu „bepaddeln“.

Es ging dieses Mal jedoch nicht im Einer auf’s Wasser. Da der beste Freund auch mitkommen wollte, entschieden wir uns für einen Zweier, aber einen ganz besonderen. Bei dem Boot unserer Wahl handelte es sich um ein Faltboot vom VEB Pouch.

Faltboot Pouch RZ 85 (2er-Kajak)
Faltboot aus den 70ern (Pouch RZ 85)
Pouch Faltboot RZ 85 (Zweier)
Platz für zwei ausgewachsene Männer
Sitz und Bodenleiter im Faltboot/Faltkajak (Pouch RZ85)
Sitz und Bodenleiter im Faltboot
Waschbordspitze Faltboot RZ 85 (KTW Pouch VEB)
Waschbord mit altem Pouch-Logo

Bei der „alten Dame“, die wir aus dem hintersten Winkel im Bootsschuppen holten handelte es sich um ein RZ 85, das irgendwann in den 70ern gebaut worden sein muss. Um ehrlich zu sein, sah man dem Faltboot das Alter auch an und so stand erst einmal eine Grundreinigung auf dem Plan, um das Boot vom Dreck und Staub zu befreien. Bei einer Länge von 5,50 Meter und 0,85 Meter Breite gab es eine Menge Faltboothaut (Elephantenhaut) die von ihrem grau-schwarzen Überzug befreit werden wollte. Der Zusammenbau des Faltbootes hätte aber sicherlich länger gedauert, als die Reinigung.

Den Bootsboden dieses Faltkajaks zierten bereits ein paar Flicken und auch die Senten (Leisten im unteren Seitenbereich) hielten nicht komplett zusammen oder waren angebrochen. Das hielt uns aber nicht davon ab, mit diesem Oldtimer die Spree zu „begehen“. Das Wetter hätte aber auch ein Kentern in der Spree zu Vergnügen gemacht.

Spanteund Bodenleiter im Faltboot (Pouch RZ 85)
Spante und Bodenleiter im Inneren
Bodenleiter vom Faltboot
Nummerierung auf der Bodenleiter als Bauanleitung
Bodenleiter Faltkajak
altes Holz, altes Metall, alte Markierungen
Spant im Faltboot RZ 85 (Pouch VEB)
Spant im Bootsrumpf des Faltbootes

Mit 30 Kilogramm Gewicht un den unhandlichen Maßen, braucht es schon zwei Mann, um das Boot aus dem Bootsschuppen ins Wasser zu tragen. Erstaunlich sind diese Dimensionen schon, wenn man bedenkt, dass das Faltboot eigentlich nur aus ein paar sehr schmal anmutenden Leisten besteht, die das Gerüst bzw. das Skelett des Kajaks bilden und von einer Haut „zusammengehalten“ werden.

250 Kilogramm kann das Faltboot tragen und so stellten der beste Freund und ich zumindest für die Tragfähigkeit des Pouch RZ 85 keine große Herausforderung dar. Hat man die 30 Kilo „unhandliches Boot“ dann ersteinmal zu Wasser gelassen, stellt das Einsteigen (dank stabiler Bodenleiter) nicht so eine Schwierigkeit dar wie man vermuten könnte und wie es bei so manchem Einer-Kajak dann schon eher der Fall ist. Ja und dann kann die Fahrt auch schon los gehen!

Bugspitze vom RZ 85 ( Pouch Faltboot)
Bugspitze vom Pouch RZ 85
Steuer am Pouch Faltboot (2er Kajak)
Steueranlage und Ruder
Faltkajak wird zu Wasser gelassen (KTW Pouch RZ 85)
Die „alte Dame“ wird zu Wasser gelassen
Kajak-Oldtimer auf derSpree
im „Oldtimer“ auf der Spree

Aufgrund der Länge hat das Boot einen sehr zügigen Lauf. Unser Problem war nur, dass wir uns vor dem Seegang nicht richtig um die Steueranlage gekümmert hatten. Die viel zu langen Seile konnten nicht mit den Füßen bedient werden und das Ruder schlakkerte somit unwillkürlich herum und lenkte auf unberechenbare Art und Weise von selbst. Die Konsequenz war also das permanente Gegenpaddeln bei zügiger Fahrt, um den Motorbooten in der Fahrrinne nicht zum Hinderniss zu werden.

Ja, aber so ist das, wenn man mit einem Oldtimer unterwegs ist und trotzdem hatten wir eine Menge Spaß in einem Faltboot aus den 70ern. Das Faltboot war übrigens trotz Flicken und dem hohen Alter der Außenhaut recht dicht. Den Großteil des Wassers haben wir uns mit den Paddel ins Boot geholt.

Rennen der Luftkissenboote

Europameisterschaft 2002

In einem der letzten Podcasts hatte ich ja versprochen mal ein paar Bilder der Hovercraft EM 2002 in den Blog zu stellen und hier sind sie nun. Ich hatte das Glück bei diesem Event zwei Jahre in Folge hautnah dabei zu sein, weil die Frau die Hovercraft-EM offiziell fotografiert hat. Ich stand ihr dabei tatkräftig zur Seite und kam so auch in den Genuss einen Teil des Hovercraft-Rennens aus einem Hubschrauber dicht über der Strecke zu erleben.

Viele Hintergrundinfos zu dem Event kann ich euch leider nicht mehr geben, da es zu lange her ist. Auf jeden Fall war es eindrucksvoll zu sehen wie sich die Luftkissenboot über die verschiedenen Bodenbeläge wie Sand, Wiese und Wasser bewegen. Auch die Sprünge über die Schanzen auf der Rennstrecken waren spektakulär.

Von den vielen hundert Fotos die damals (noch auf Film) entstanden sind, habe ich ein paar rausgesucht, um euch dieses Event ein wenig näher zu bringen. Es sind Bilder aus den Rennställen der Hovercraft-Teams, von der Rennstrecke und natürlich aus dem Hubschrauber.

Rennstall Hovercraft (EM 2002)
Letzte Handgriff vor dem Rennen
Hovercraft starten (Hovercraft EM)
Probleme auf offener Strecke
Schwedisches Hovercraft Team
Hovercraft-Rennstall
Hovercraftboot
Hovercraft-Rennboote
Hubschrauber
Hubschrauber für die Luftaufnahmen
Startaufstellung Hovercraft-Rennen (EM 2002)
Startauftsellung
Sprung eines Hovercraft-Bootes
Sprung ins Wasser
Hovercraft-Rennstrecke (Europa Meisterschaft 2002)
Rennstrecke aus der Hubschrauber-Perspektive
Hovercraft-Rennboot
Hovercraft in Action
Hovercraft-Rennen (Europameisterschaft 2002)
Duelle auf der Strecke
Hovercraft-Rennen (EM 2002)
Hovercraft-Rennen
Hovercraft-Boot (Rennboot)
Sprung

Wer jetzt mehr über Hovercraft-Rennboote oder Luftkissenboote und ihre Funktionsweise wissen möchte, der findet im Internet noch viele weitere Infos.


Mehr dazu im Internet:

Widerstandstraining mit dem Gymstick

Da wird das Wohnzimmer zum Fitnessstudio

Ich habe euch mit dem Thera-Band bereits eine sehr platzsparendes „Fitnessgerät“ vorgestellt. Bei der Ludwig Artzt GmbH habe ich ein weiteres interessantes Trainingsgerät entdeckt, den Gymstick. Auch hier kommen wieder „Gummis“ zum Einsatz. Auch hier ist das Trainingsmotto: Widerstand statt Gewicht

Was mit einem solchen Fiberglas-Stab mit zwei beschlauften Gummibändern (Thera-Band Tubing) möglich ist, dazu gibt es neben DVDs und Büchern auch unzähliges kostenloses Material im Internet nicht zuletzt unter www.gymstick.de.

Gymstick DVD mit Übungen
Gymstick Übungs-DVD
Gymstick Übungen zur Kräftigung
Übungsmaterial im Internet

Auf geschickte Art und Weise wird, wie schon bei den Thera-Bändern, der eigene Körper verwendet um ein „Gegengewicht“ zu erzeugen. Gewichte wie man sie bei Hanteln verwendet sind somit unnötig. Das „Übungsgewicht“ kann auf zwei Weisen gesteuert werden. Abhängig von der eingesetzten Gummistärke (leicht, medium, stark, extrastark und max. stark) hat man ein Widerstand von 1-30 kg.

Bei den einzelnen Ausführungen lässt sich der Widerstand dann durch die Wicklungen des Gummis um den Gymstick steuern. So kann man sogar während der Übung mit einem Dreh den Schwierigkeitsgrad erhöhen oder vereinfachen.

Gymstick Original
Glasfiber-Stab mit Thera-Band Tubing
Gymstick Original
Widerstand mittels Wicklung einstellen

In den meisten Fällen ist der Grund warum wir uns nicht sportlich betätigen nicht die fehlende Zeit, sondern die „Hürden“ die es zu überwinden gilt, um sich in sportliche Bewegung zu versetzen. Dazu gehört u.a. schon das Anziehen des Sportzeugs, die Anmeldung im Fitnessstudio, der Weg ins Fitnessstudio etc. Mit dem Gymstick sind diese Hürde (bzw. Ausflüchte) extrem niedrig gehalten.

Einmal angeschafft, stellt man sich den Gymstick gut sicht- und greifbar in die Wohnung, schaut sich mal in Ruhe die beigefügte DVD oder das Übungsposter an und wird erstaunt sein, wie gering der Aufwand des Trainierens ist und wie wenige Ausreden man plötzlich findet sich nicht fit zu halten.

Gymstick Original Übung
Flexibler Einsatz und …
Gymstick Original Übung
… verschiedene Trainingsübungen

Der Gymstick bietet eine Vielzahl von Trainingsmöglichkeiten. Ob Pilates, Ganzkörpertraining oder die gezielte Konzentration auf Muskelgruppen wie Arme, Bauch, Beine Po, mit diesem Trainingsgerät ist eine Menge möglich. Einen Überblick könnt ihr euch ja selbst mal in den Übungsanleitungen verschaffen: www.gymstick.de/downloads/uebungsanleitungen.html

Neben dem klassischen „Gymstick Original“ gibt es den Trainingsstab auch als Teleskop-Variante zum besseren Transport, als Aqua-Version für den Einsatz bei der Aquagymnastik und als Nordic-Walking-Stöcke.


vielfältiger Einsatz des Gymsticks

Kommen wir zum Preis für dieses stabförmige Fitnessstudio. Abhängig von der gewählten Stick-Variante und Ausstattung zahlt man zwischen 60 und 90 Euro. Diesen Preis sollte man unter der Berücksichtigung von Hantelanschaffung oder Mitgliedsgebühren für ein Fitnessstudio bewerten und schon gibt es wieder ein Argument weniger sich nicht doch „sportlich zu betätigen“.

Mein persönlicher Tipp zum Training mit dem Gymstick: Er ist im Einsatz so flexibel und vor allem geräuscharm, dass man auch beim Fernsehen mal schnell eine Trainingseinheit einschieben kann – Fernsehen macht also vielleicht doof, kann auf diese Weise aber auch fit halten.

Entspannen im Kajak

Wassernähe ohne Wasserkontakt

Wenn man lange genug Zeit am Wasser verbracht hat, dann hat man irgendwann auch das Bedürfnis nach dem Ufer selbiges zu erobern. Bei der Wahl der „Waffe“ für diese Eroberung entschied ich mich vor einiger Zeit für das Kajak.

Man könnte meinen, dass ein Ruderboot vielleicht die sicherere Lösung gewesen wäre, aber das stand erstens nicht zur Auswahl und außerdem ist es doch schon irgendwie schicker als ein globiges Ruderboot. So wackelig und kompliziert ist das Kajak dann auch gar nicht und die Spree ist mit einer Fließgeschwindigkeit von unter 10 Zentimeter pro Sekunde auch sehr ruhig und ein ideales Einsteigergewässer. Zudem hält sich der Schiffsverkehr in Grenzen und die Gefahr unter einen Ausflugsdampfer zu kommen ist sehr gering, zumal man ja als Kajakfahrer eh nicht in der Fahrinne fährt.

Kajak (Einer)
Das Kajak ist Abfahrtbereit
Kajak vor Bootsschuppen
Kajak vor Bootsschuppen

Die größte Herausforderung die ein Kajak bereit hält ist in meinen Augen das Einsteigen. Wenn man da keinen genügen flachen Steg hat, dann ist das schon schwierig hineinzukommen. Aber mit ein wenig Übung klappt das Ein- und Aussteigen ohne Probleme. Was ich ausgelassen habe ist das Üben der sogenannten Eskimorolle, bei der man sich mit dem Kajak 360 Grad seitlich durch das Wasser dreht.

Diese Technik benötigt man aber nur, um im Falle des Umkippens das Kajak wieder richtigherum ins Wasser zu bekommen und bei Zahmwasser (wie die Spree eines ist) ist die Gefahr des Umkippens ja eh recht gering. Und da ich keine Spritzdecke verwende mit der man mit dem Boot „fest“ verbunden ist, wäre auch der schnelle Ausstieg im Falle eines Kenterns möglich.

Kajakfahren auf der Spree
Allein auf der Spree
Im Kajak auf der Spree
Paddeln mit dem Kajak

Und so warte ich jedes Jahr auf angenehme Temperaturen, um bei unseren Aufenthalten an der Spree wieder zum Paddel greifen zu können. Auch wenn es eigentlich nur die Fahrt mit einem Paddelboot ist, ist es irgendwie doch auch ein Perspektivenwechsel, denn plötzlich schaut man nicht mehr vom Ufer aufs Wasser sondern andersherum, läßt sich sanft auf dem Wasser schaukeln und ist dem irgendwie auch ein wenig ausgeliefert.

Auf jeden Fall macht es eine Menge Spaß mit dem Kajak zu fahren. Größere Nähe zum Wasser hat man eigentlich nur, wenn man direkt darin schwimmen geht. Neben den schönen Ausblicken und der Möglichkeit zutrauliche Enten auch mal direkt auf ihrem Medium zu füttern hat das Kajakfahren auch einen Fitness-Effekt. Selbst wenn man sich nur im Schritttempo von ca. 6km/h fortbewegt, spürt man das am Ende einer Fahrt in den Armen und im Rumpf.

Solltet ihr die Möglichkeit haben das Kajakfahren mal auszuprobieren, dann tut es! Ein Kajak zu leihen sollte nicht mehr als 20 Euro für den ganzen Tag kosten und ein kleiner Tipp: Wassersportler fahren nicht in Hemd und Jeans, denn auch ein Tropfschutz am Paddle ist keine Garantie dafür das Boot ohne Kentern trocken zu verlassen 😉

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass es Spaß macht? – Es macht Spaß!

Beim American-Football-Training

Aus Spaß wird ernst

Nachdem Holger ja bei unserem Besuch eines American-Football-Spiels vom Coach des Teams angesprochen wurde, dass er zum nächsten Training erscheinen solle, war es nun so weit. Auch wenn Holger sich selbst als „fit wie zwei Weißbrot“ bezeichnet, stellte er sich nun der Herausforderung.

Ich habe ihn zu seinem ersten Footballtraining begleitet, denn irgendwie zieht es mich immer wieder automatisch zu diesem Sport. Bevor es jedoch losgehen konnte, musste Holger eingekleidet werden und wenige Minuten später Stand er mit Helm und „Brustpanzer“ vor mir, um seine erste Aufwärmrunde mit mir, eingeschränkter Sicht- und Bewegungsfreiheit sowie dem zusätzlichen Ballast zu drehen.

Training American Football
Der Mundschutz wird „eingerichtet“
American Football (Probetraining)
Ausgangsstellung eines Line-Spielers
Probetraining American Football
Holger wartet auf seinen Einsatz …
Training American Football ( Line-Spieler)
… und läßt es dann auf dem Feld krachen

Nach der Runde um das Spielfeld und der gemeinsamen Erwärmung trennten sich unsere Wege. Während Holger eine Einweisung als Line-Spieler erhielt, bot ich mich dem Quarterback (Werfer) des Teams als Trainingspartner an.

Dass der versuchte mich mit harten Pässen zu maltretieren und dann auch noch lauftechnisch über den Platz jagte, hätte ich mal vorher wissen sollen. Durch einen unglücklich gefangenen Pass brach ich mein Training mit einem blauen Daumen ab, während Holger seinen ersten harten Körperkontakt in einem Block hatte.

Am Ende des Trainings sah Holger aus als hätte er die ganzen anderthalb Stunden unter einer Dusche gestanden und der Coach war glücklich und überzeugt Holger im August spieltauglich zu haben und vielleicht das erste Mal einzusetzen. – Ich bin gespannt wie es weiter geht, das Interesse auf beiden Seiten scheint ja zu bestehen.

Für die, die jetzt noch voller Mitleid wissen wollen wie es meinem Daumen geht: Gebrochen ist er nicht, verstaucht ist er auch nicht, es scheint sich auf einen dicken Bluterguss zu beschränken. Mann und Daumen sind also wohlauf!

Thera-Band: „Gummi“ statt Hanteln

Das Fitnessstudio im Taschenformat

Thera-Bänder in verschiedenen Stärken
Thera-Bänder in verschiedenen Stärken

Das mit der sportlichen Ertüchtigung das ist so eine Sache. Wenn man nicht gerade AUF dem Fließband arbeitet, hat man eigentlich nicht viele Optionen, wann man sich dem Sport widmet. Und so steht das Vorhaben Nummer 1 in starker Konkurrenz zu Hobbys, den eigenen Kindern oder ein paar entspannten Momenten in denen man auch einfach mal nichts tun möchte.

Sieht also so aus, als wenn „entspannt“, „intelligent“ und „fit“ nicht unter einen Hut zu bekommen ist. – Sieht aber eben nur so aus, denn es gibt ein paar Möglichkeiten die noch weniger aufwendig als Joggen sind und eine davon möchte ich euch vorstellen.

Vor einigen Jahren habe ich in einem Sportgeschäft lange Latexbänder entdeckt, mit denen ein paar Kraftübungen möglich sein sollten. Und da es letztlich egal ist ob der muskelfördernde Widerstand aus einer Hantel oder einem „Gummiband“ kommt, legte ich mir eines dieser platzsparenden Bänder zu.

Übung mit dem Thera-Band (Sport & Fitness)
An jedem Ort sofort einsatzbereit
Theraband Übungen
Übungen mit dem Thera-Band

Aufgrund der zeitsparenden Möglichkeit einen Fitnessraum direkt in der Firma nach Feierabend nutzen zu können, verschwand dieses Latexband (auch Gymnastikband genannt) dann im Schrank und irgendwann in Vergessenheit, bis ich mich vor Kurzem, wieder auf der Suche nach einer Fitness-Möglichkeit, an dieses Trainigsband erinnerte und sofort wieder in Betrieb nahm.

Die Thera-Bänder kosten abhängig von Stärke und Länge zwischen 10 und 15 Euro und sind somit absolut erschwinglich. Sie sind so platzsparend, dass man sie überall hin mitnehmen kann und somit bei der Wahl des Trainingsortes absolut flexibel ist. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Sporteinheit in den Bergen mit Blick auf das Tal? Lust auf eine Trainingseinheit am Wasser bei einem schönen Sonnenuntergang?

Du kannst dein Thera-Band aber auch mit ins Büro nehmen und in der Mitttagspause ein paar Fitnessübungen machen. Auch im Urlaub nimmt es im Koffer so gut wie keinen Platz weg. Egal wann und wo, das Thera-Band ist quasi bereit, wenn du bereit bist.

Therabandübungen
Fitnessübungen mit guten Aussichten
Üben mit dem Theraband
Thera-Band als Hantelersatz

Ich habe mein Thera-Band-Sortiment aufgestockt und an der Spree gleich mal eine Trainingseinheit eingelegt. Mit einem solchen Ausblick und der frischen Luft macht Sport gleich doppelt so viel Spaß und man möchte eigentlich nie wieder ins Fitnessstudio.

Und falls ich jetzt das Interesse bei euch wecken konnte und ihr es aber lieber etwas langsamer angehen wollt: Bauch, Beine, Po und Schultermuskulatur lassen sich mit dem Thera-Band auch zu Hause vor dem Fernseher trainieren. – Übrigens: „Latexallergie“ ist auch hier eine blöde Ausrede!


Mehr im Internet:

American Football am Wochenende

Spiel mit Trainingseinladung

Auch wenn ich mein Engagement im American Football vorerst eingestellt habe, ist mein Interesse an diesem Sport noch voll da, auch wenn ich schon lange keinem Spiel beigewohnt habe.

Holger, den ihr ja aus den Podcasts kennt, hatte in den letzten Ausgaben ja schon durchblicken lassen, dass in ihm auch großes Interesse am American Football brodelte und so besuchten wir zusammen ein American-Football-Spiel. Für ihn war dieser Besuch die Möglichkeit die Atmosphäre bei diesem Sport live mitzuerleben und ich traf eine Menge alter, bekannter Gesichter wieder.

Teambesprechung American Football
Teambesprechung auf dem Spielfeld
American Football Berlin
Kickoff: Das Spiel beginnt
Line im American Football
Linespieler beim American Football
Spielsituation American Football
Spielsituation

Wir haben uns an diesem Nachmittag natürlich nicht nur auf das Ansehen des Spiels beschränkt sondern in der Halbzeitpause selbst zum mitgebrachten Football gegriffen. Es hat Spaß gemacht mal wieder ein paar Bälle zu werfen und so kam Holger auch gleich mal zu den ersten Ballberührungen.

Und es kam auch zu einer interessanten Begegnung zwischen Holger und dem Headcoach des Berliner Teams, das wie folgt ablief:

Headcoach: „Spielst du Football?“

Holger: „Nein.“

Headcoach: „Ok, wir sehen uns Dienstag beim Training.“

Tja, da bin ich mal gespannt, ob ich demnächst zusammen mit Holger eine Trainingseinheit beim Football-Team absolvieren werde. Ob Holger wirklich und ernsthaft in eine American-Football-Ausrüstung schlüpfen würde, dazu quetsche ich ihn auf jeden Fall beim nächsten Podcast aus.

American Football Helme
Helme
Downmarker American Football
Downmarker

Es war übrigens auch ein bisschen wie eine neue Erfahrung mal nicht das ganze Spiel über mit einer Kamera an der Seitenlinie herumzulaufen und die Action auf dem Spielfeld in Bildern festzuhalten und so konnte ich das komplette Spiel in Ruhe verfolgen. – Wenn Holger jetzt richtig „Blut geleckt“ hat, dann sehe ich uns auch am nächsten Wochenende wieder beim American Football.

„Unser“ Team hat das Spiel übrigens gewonnen.

Das Sportplatz-Drama

Kein Ort für die Öffentlichkeit?

Wie bereits berichtet, wurden wir in der letzten Woche mit Kind und Kegel des Sportplatzes verwiesen, den wir in der Vergangenheit regelmäßig genutzt haben.

Wie uns mitgeteilt wurde war die Polizei bereits auf dem Weg … verständlich bei den vielen, gefährlichen Fußball spielenden Kindern. Der zweite Hinweis des „Platzverweisers“ war, dass es für das Verbot diesen Platz zu nutzen auch ein Schild gibt.

Mission 1: Verbotsschild-Suche

Einmal in der Woche dreh(t)e ich morgens auf dem Sportplatz meine Runden (im Moment sind alle Eingänge abgeschlossen). Ein Schild ist mir dabei noch nie aufgefallen, obwohl ich von den ca. 5 Eingängen des Platzes schon durch fast jeden mindestens einmal den Sportplatz betreten habe. Aber vielleicht bin ich morgens auch einfach nur blind, deshalb machte ich mich auf die Suche nach den „Betreten verboten“-Schildern.

Unsichtbares Schild am Sportplatz
Suchbild: Wo ist das Sportplatz-Schild?
Verstecktes Schild am Sportplatz
… und jetzt besser zu sehen?

Und ich wurde tatsächlich fündig! – Ok, ganz einfach war es nicht, das gebe ich zu, denn das Schild ist an nur einem einzigen der ca. 5 Eingänge angebracht. Das zweite Problem ist, dass das einzige Gebüsch weit und breit GENAU vor diesem Schild gepflanzt wurde. Da hat jemand Maßarbeit geleistet und wenn der Strauch noch Blätter getragen hätte, hätte ich das Schild nie gefunden. Die letzte Schwierigkeit bei diesem Schild ist, dass selbst wenn man dann mitten im Gebüsch steht schwer zu lesen.

Mission 2: Kontakt mit dem Bezirksamt

Das Schild existierte also, auch wenn es scheinbar in der Vergangenheit wirkungslos war und sich trotzdem nichts an der Tatsache ändert, dass das gemeine Fußvolk selbigen nicht auf diesen Platz setzen darf.

Ich schickte also eine Mail an die entsprechende Dame im Bezirksamt, die wohl für diesen Sportplatz zuständig ist und bat um Aufklärung. Eine freundliche Antwort hatte ich auch einige Tage später. Grund für die Sperrung des Platzes für die Öffentlichkeit sind demnach:

  1. Kackende Hunde, die wohl Auslauf von ihren Besitzern auf diesen Platz bekommen
  2. Party feiernde Jugendliche, die als Location den Sportplatz nutzen
  3. Abkürzer, die über den Platz einen Teil ihres Weges sparen – klar, fast 4.000 Quadratmeter nehmen ’ne Menge Platz weg

Also 1.) kann ich völlig verstehen, wobei ich mir wirklich frage, wieviel Knete man im Kopf haben muss, um seinen Hund auf einem Kunstrasenplatz zu lüften. Ja gut, 2.) ist ein Grund, wobei ich nicht glaube, dass die da Abends im stockdunkeln auf dem Plasterasen sitzen, den die Beleuchtung des Platzes ist immer abgeschaltet, wenn kein Vereinsbetrieb ist. 3.) halte ich für einen Witz, denn da wird ja wohl keine Völkerwanderung über diesen Platz stattfinden.

Die Dame vom Bezirksamt, schickte mir auch Kontaktedaten von Vereinen die den Platz nutzen, um da eventuell meine Kinder anmelden zu können. Sie gab mir aber auch den Hinweis, dass der Platz für die Öffentlichkeit zugänglich ist, wenn sich dort ein Verein oder die naheliegende Schule als Aufsicht befinden.

Jetzt wird es kurios

Ich denke es ist schon eine harte Entscheidung den Jugendlichen ihren Sportplatz wegzunehmen. Der Bezirk in dem ich wohne hat von diesen Jugendlichen eine Menge und die müssen natürlich auch ihre Orte haben, an denen sie sich aufhalten können.

Im Rahmen meiner Tätigkeit des Schulrates einer Grundschule, war ich vor einiger Zeit mit der Anfrage des Bezirksamtes oder Senats konfrontiert, den Schulhof nach Schulschluss für Jugendliche offen zu halten, damit die da ihre Freizeit verbringen können, statt auf der Strasse. Diese Anfrage wurde wohl an alle Schulen in Berlin oder unsern Bezirk gestellt. – Geht’s noch? Sportplätze schließen und die Grundschullhöfe öffnen?

Was mich an der ganzen Geschichte noch interessiert ist, von wessem Geld der Sportplatz gebaut wurde. Ich glaube nicht, dass da die derzeitigen Nutzer zusammengelegt haben.

Sportplatz: Platzverweis für die Öffentlichkeit

Sportplatzräumung durch die Polizei?

Gesperrter Sportplatz
Kein Zutritt! … ab heute …

Wir haben hier um die Ecke einen Sportplatz, den wir mit unseren Kindern gern mal nutzen, denn Kinder die sich sportlich betätigen, haben keine Zeit Blödsinn auf der Straße zu machen. Außerdem tut einem ja etwas Bewegung ganz gut so habe ich mit dem besten Freund dort in der Vergangenheit einige American-Football-Trainingseinheiten abgehalten und nutze den Sportplatz seit letztem Jahr auch regelmäßig, um wenigstens einmal in der Woche ordentlich Blut durch meine Adern zu pumpen.

Wie es aber aussieht, gehört das jetzt plötzlich der Vergangenheit an. Als wir am letzten Wochenende auf dem Sportplatz waren, lief gerade ein Punktespiel von einem der Vereine aus der Umgebung. Bei mehr als 3.900 Quadratmetern Fläche ist das aber unproblematisch, denn neben einem großen Kunstrasenplatz, steht auch noch ein kleineres Fußballfeld mit Toren und einem Basketballkorb zur Verfügung.

Bis dahin war es ein ganz gewöhnlicher Sportplatzbesuch, bis das Fußballspiel vorbei war und der Verein das Feld räumte. Wie ich mitbekam, sprach ein Mann ein paar Jugendliche an, die gerade ihre Körbe warfen. Als die auf den Sportplatz kamen, dachte ich noch sie hätten zu Hause Stromausfall und der Computer ginge nicht, denn sie sahen mir sehr nach Neonlicht-gebräunten Nerds aus. In Wortfetzen die ich aufnehmen konnte, ging es um Polizei und schon war ich der Meinung meine „Nerds“ seien wohl doch eher Sportplatz-bekannte Rowdies oder Ähnliches. Murrend verließen die Jugendlichen schließlich den Platz. Und ich dachte so: „Ja, runter mit den Chaoten!“ 😉

Wenige Minuten später, stand der Herr, der eben noch Basketball spielende Nerd-Rowdies des Platzes verwies vor uns. Seine klare, knappe und deutliche Anweisung an uns und unsere Kinder: Wir sollten den Platz verlassen, Polizei ist unterwegs. – Hier müsst ihr euch jetzt eine kurze Gedenkminute vorstellen, in der wir den Sportplatzverweis erst einmal realisieren mussten, bzw. nach der Pointe suchten.

Auf die vorsichtige Nachfrage was das Problem sein, erfuhren wir, dass dieser Platz nicht für die Öffentlichkeit sei und wies mich auch noch auf das dazugehörige Schild hin, dass da irgendwo sein sollte. Ich schaute mich auf dem Platz um, auf dem nun keine Sportler mehr in Vereinskleidung waren, aber noch einige Jugendliche die mit dem Fußball die nun freie Fläche nutzen. Er wies noch einmal nachdrücklich auf die auf dem Weg befindliche Polizei hin.

An den Zaun ketten war keine Option, denn schließlich sollten unsere Kinder ja sehen, dass wir Anweisungen von Herrn … wer war er eigentlich … von dem Herrn mit dem Sportplatzschlüssel Folge leisten und nicht maulen, meckern und widersprechen. Er wäre sowieso der falsche Ansprechpartner gewesen, den er setzte ja nur eine Anweisung durch, die ihm irgendwer ins Ohr gesetzt hatte und diese Person galt es zu finden, aber er nannte sie auch beiläufig.

Wir verließen also im Gegensatz zu ein paar einigen hartnäckigen Jugendlichen den Sportplatz und ich wusste, dass ich da mal bei der genannten Dame vom Bezirksamt nachfragen würde, wie ich meinen Kindern erklären soll, dass sie von heute an nicht mehr auf den Sportplatz dürfen, den wir in den letzten Jahren ohne Probleme nutzen konnten.

Auf die Zeitungsschlagzeile für den angekündigten Polizeieinsatz war ich auch sehr gespannt: „Polizei zerrt friedliche fußballspielende Jugendliche vom leeren Sportplatz.“ – Genau, spielt auf der Straße!

Wie die Geschichte weitergeht und was die ganze Storie noch kurioser macht, das erfahrt ihr im nächsten Beitrag, ich will es nur einfach nicht zu lang werden lassen. Am Wochenende geht es nun also nicht auf den Sportplatz, ich gehe lieber in den Tierpark, solange der noch für die Öffentlichkeit zugänglich ist … man weiß ja nie!