Mercedes G63 AMG 6×6

Stuttgarter Ungetüm aus Graz

Mercedes AMG G63 6x6
XXXXL Räder

Der erste Gedanke der einen überkommt wenn man den Mercedes AMG G63 6×6 sieht ist: „Das ist doch kein Auto, das ist ein Panzer! … oder sowas in der Art“ und tatsächlich macht der Stuttgarter Autobauer in Militärfahrzeugen doch beim 6×6 ist die Zielgruppe dann doch eher der zahlungskräftige Autofahrer für den es gern auch ein wenig größer sein darf.

Wäre ich bei der Namensgebung dabei gewesen, hätte ich dieses Fahrmonster Mercedes XXXL genannt, aber „AMG“, „6×6“ und „G63“ fässt es auch gut zusammen.

Hier ersteinmal das Video vom Mercedes Ungetüm:

Dieser Mercedes Pickup ist so groß, dass eine Menge untergebracht worden ist und dabei in erster Linie 34 Jahre Erfahrung aus Graz wo seit 1979 die G-Klasse gebaut wird. Wenn dann noch AMG seinen Beitrag leistet, dann kann dieses Fahrzeug nur Superlative erreichen und damit meine ich nichtmal die 544 PS die wohl nötig sein werden, um die knapp 4 Tonnen in Bewegung zu versetzen.

Auto im Übermaß

Der straßenzugelassene SUV ist 5,58 Meter lang, knapp 2,30 Meter hoch und ca. 2,10 Meter breit. Neben vier elektronisch verstellbare Sitzplätze mit Popo-Heizung oder -Lüftung und ausreichend Platz gibt es auch noch eine großzügige mit Bambusholz verkleidete Ladefläche. Wer möchte den Einkauf schon auf dem Schoß transportieren! Und damit es der Einkauf hinten auf der Ladefläche nicht besser hat als die Insassen, gibt es ein lederverziertes Interior mit zentralem Farbdisplay.

Hoher Luxus

Auch wenn der Wagen für raues Gelände gemacht ist, muss man ja im Inneren nicht auf Luxus verzichten. Jedoch muss man dazu erstmal ins Fahrzeug kommen. In 70 Zentimeter Höhe gibt es das Trittbrett. Das Einstiegsproblem wird selbst durch die Möglichkeit auf Knopfdruck Luft vom Reifen zu lassen nicht wirklich kleiner. In 20 Sekunden kann man den Reifendruck von 0,5 auf 1 Bar bringen – das geht übrigens in beide Richtungen.

Mercedes AMG G63 6x6
Mercedes AMG G63 6x6
Mercedes AMG G63 6x6
Mercedes AMG G63 6x6

Bei einer Bodenfreiheit von 46 Zentimetern, können Pfützen ruhig ein wenig tiefer sein und bei einer Tiefe bis zu einem Meter beschwert sich der Riese auch nicht. Schwierig wird es da eher mit einem Parkplatz wobei man ja rein theoretisch im See nebenan parken könnte. Aber vielleicht ist der Wagen zum Einkaufen auch eher ungeeignet, denn bei einem Verbrauch von 15,9 bis 26,2 Liter pro 100 Kilometer, sollte man eher kurze Strecken fahren.

Ausverkaufte Exklusivität in 2 Jahren

Der G63 wurde in dieser monströsen Version 2013 vorgestellt. 2015 wurde er offiziell als ausverkauft deklariert und auch keine weiteren Fahrzeuge in der Grazer Fabrik hergestellt. Eigentlich ist der Wagen schon von seinen Merkmalen her exklusiv aber auf diese Weise wurde seine Exklusivität noch ein Stück gesteigert. Bei einem Preis von ca. 460.000 Euro braucht sich ein Fahrer dieses Ungetüms jedoch keine Sorgen machen, dass im morgentlichen Stau zum Büro die Straße voll ist mit anderen Fahrern im gleichen Wagen.

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