Berlin-Fakten auf Gehwegen

Kurznachrichten aus der Vergangenheit

Berlin 775 Jahre

Seid wir unser Büro gepackt haben und aus dem Baustellen-Bezirk „Berlin Mitte“ verzogen sind, war ich nicht mehr im Zentrum Ost. Vor kurzem Trieb mich die Sehnsucht doch wieder zum Alexanderplatz und was soll ich sagen? – Es hat sich nichts geändert. Was Touristen derzeit im Zentrum von Berlin geboten wird, tut in den Augen weh!

ABER: Ich habe auch Dinge entdeckt die mir sehr gefallen. So finden anlässlich des „775 Jahre Berlin“-Jubiläums ein paar Aktionen in Berlin Mitte statt. Ein davon direkt unter den Füßen der Berliner und Berlin-Besucher.

Was auf den ersten Blick wie Gehweg-Schmierereien aussieht entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als interessante Berlin-Fakten. In SMS-Länge findet man Hinweise zum historischen Berlin. So erfährt man am Neptunbrunnen, dass an gleicher Stelle ein Markt stand. Anderswo ist zu lesen, dass u.a. Henker die ersten Angestellten der Stadt waren und dass vor 775 Jahren 100% der Berliner einen Migrationshintergrund hatten (heute sind es ca. 20%).

Berlin 775 (Graffiti auf Gehweg)
Berlin 775 Graffiti

Ca. 500 dieser Berlin-Fakten sind im Zentrum verteilt. Wer also Berlin-Wissen anhäufen möchte, der sollte beim Spaziergang durch Mitte einfach mal den Blick auf dem Boden schweifen lassen – aber Vorsicht, denn weder Laternenmasten, noch der Stadtverkehr nehmen auf diese Form der Spazierhaltung Rücksicht!

Eines ist mit dieser Aktion sicher: Man wird nur halb so viele Baustellen sehen, wenn man die ganze Zeit auf den Boden schaut – es sei denn man fällt zufällig in eine Baugrube …

Schreibe einen Kommentar