Pulsuhr: Entspannter trainieren

Messung vs. subjektive Wahrnehmung

In einer Welt in der Mann zum Essen nicht mehr auf die Jagd gehen muss und es keine kilometerlangen Märsche braucht, um die Behausung zu erreichen, fehlt es dem Körper sicherlich an Bewegung.

Dieser Bewegungsmangel zeigt sich nicht nur optisch, sondern kann auch gesundheitliche Folgen haben die sich im Alter auf Bewegungsapparat, Herz-Kreislauf und Atemsystem auswirken.

Nun muss man es deswegen mit sportlicher Aktivität nicht übertreiben, aber etwas Bewegung ins Leben zu lassen ist sicher nicht verkehrt. Bei mir ist das u.a. meine wöchentliche Laufrunde.

Sigma Pulsuhr
Uhr u. Herzfrequenzmesser
Pulsuhr von Sigma
SIGMAN PC 25.10

Lange Zeit war ich der Meinung Sport hilft nur, wenn er weh tut. Darunter mussten auch schon Freunde im selbst aufgestellten Intervalltraining leiden. Mittlerweile vertrete ich jedoch die Meinung, dass Sport auch entspannt sein kann und habe hier ja auch schon einige Möglichkeiten wie z.B. das Thera-Band vorgestellt.

Sport ist jedoch nur so lange als Sport zu betrachten, wie der Körper dabei in „Fahrt“ kommt. Dabei nach dem eigenen Gefühl zu gehen, führt eben bei Manchem dazu, dass sie in einem Intervalltraining enden, das hinterher zwei Tage Erholung benötigt.

Getreu dem Motto „What gets measured, gets managed.“ (kurz: Man kriegt nur auf die Reihe was man genau beaobachtet.) habe ich meiner subjektiven Körpermessung nun ein hilfreiches Gadget zur Seite gestellt – ein Herzfrequenzmesser.

Pulsuhr für den Sport
Trainingsprogramm in der Uhr
Pulsuhr mit Brustgurt (Sigma PC 25.10)
Pulsuhr und Brustgurt

Training macht besonders dann Sinn, wenn der Körper in dem Maße gefordert wird, wie es ihm gut tut. Ein Herzfrequenzmesser gibt dazu aufschlussreiche Messdaten – nämlich die Herzfrequenz (Herzschläge pro Minute). Mit körperlicher Belastung steigt diese Frequenz und ihr könnt euch denken, dass man dem Herzen einiges abverlangt, wenn man sich hier auf sehr hohem Niveau bewegt.

Um so eine Überforderung zu vermeiden habe ich mir nun eine sogenannte Pulsuhr zugelegt. Puls stimmt in diesem Zusammenhang nicht ganz, da die Herzfrequenz nicht wirklich mit dem Puls gleichzusetzen ist.

Zu der „Pulsuhr“ gibt es einen Brustgurt. Der ist wasserdicht und kann also auch beim Schwimmen eingesetzt werden. Per Funksignal überträgt der Brustgurt die Messdaten an die Uhr, die ebenfalls wasserdicht ist und die Messdaten darstellt und speichert. So hat man eine gute objektive Kontrolle darüber, wie sehr man seinen Körper wirklich belastet und kann während des Trainings der Belastung anpassen.

Es handelt sich bei der „Sigma PC 25.10“ sicher nicht um ein medizinisches Messgerät, aber für ca. 40 Euro bekommt man einen guten Trainingspartner. Der informiert einen mit Signaltönen darüber, ob man noch im gewünschten Herzfrequenzbereich trainiert.

Sensoren am Brustgurt einer Pulsuhr
Sensor zur Herzfrequenzmessung
Pulsuhr und Brustgurt (Sigma PC 25.10)
guter Trainingspartner

Laut Theorie, werden abhängig von der Herzfrequenz unterschiedliche Energiereserven herangezogen, so soll bei einer Herzfrequenz von 60-70 Prozent (der individuellen maximalen Herzfrequenz) die Fettverbrennung greifen, bei einer Frequenz zwischen 80 und 90 Prozent geht es an die Kohlenhydrate (Fitnesslevel). Wissenschaftlich bewiesen ist das nicht, aber ist eigentlich auch egal, denn seinem Körper tut man etwas gutes, wenn man das Herz mal ein wenig auf Touren bringt. Euer Arzt weiss das aber besser, fragt den also zur Not.

Was mir beim Training aufgefallen ist, ist dass ich ohne Messung in einem viel zu hohem Herzfrequenzbereich trainiert habe. Ich kann es viel entspannter angehen und dadurch auch noch länger trainieren. Statt also 15 Minuten wie vom Teufel gejagt den Körper zu schinden, kann ich nun eine halbe Stunde meinem Körper einer sportlichen Tätigkeit aussetzen.

Wahrscheinlich hätte ich ohne Herzfrequenzmessung und ohne Pulsuhr genau das Gegenteil von dem was ich durch meine sportliche Aktivität erreichen wollte und wäre irgendwann beim Training an einem Herzinfarkt gestorben. – Fazit: Sport ist Mord … aber nur wenn man nicht die Kontrolle behält. 😉

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