Die Zecke ist ein gemeiner Holzbock!

Blutsaugendes Insekt

Bei manchen Tiernamen denkt man sich: „Der heißt nicht ohne Grund so.“ – So ist es auch beim GEMEINEN Holzbock (Ixodes ricinus), vielen von euch sicher besser bekannt als die Zecke. Die ist sogar so gemein, dass sie die Stichstelle vorher betäubt damit wir es nicht merken. – Das ist hinterhältig und sollte auch so in unseren Sprachgebrauch übernommen werden: „hinterhältig wie eine Zecke“

Ansonsten ist der zu den Schildzecken gehörenden Holzbock nur ein kleiner Parasit und das bisschen Blut das er uns absaugen möchte, sollte uns ja nicht stören. Jedoch kann die Zecke bei diesem Vorgang Krankheiten übertragen.

weibliche Zecke (Gemeiner Holzbock)
Weibliche Zecke
Zeckenkarte zur Entfernung der Zecke
Zeckenkarte

Eine der gefürchtetsten Krankheiten die die Zecke übertragen kann ist FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis-Virus oder Zecken-Enzephalitis-Virus) und Borrelia burgdorferi (Erreger der Lyme Borreliose). Grund genug der Zecke aus dem Weg zu gehen, aber das ist leider nicht so einfach, wenn man sich in der Natur bewegt. Vielleicht hilft ja ein wenig die Kenntnis über die Ort die die Zecke zum Blutsaugen bevorzugt: warme Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit und dünnen Hautstellen. – Diese Stellen sollte man also nach einem Aufenthalt im Freien gezielt kontrollieren.

Ich hatte diesen Sommer bereits zweimal das Glück die Zecke schon bei der Suche nach einem geeigneten Platz auf meinem Körper zu erwischen. Tja, so ist das wenn man beim laufen krabbelt! Das hat mir die Zeit gegeben dieses kleine „Monster“ mal genauer in Augenschein zu nehmen. Wen es interessiert: Von einem Weibchen besessen seid ihr, wenn das schwarze Körperschild nicht den kompletten Körper bedeckt und der rotbraune Teil des Körpers zu sehen ist (siehe Fotos) bei der männlichen Zecke deckt das Rückenschild den kompletten Körper ab – es sei denn sie ist voll 😉 Außerdem ist das Männchen, wie so oft in der Natur, kleiner und interessiert sich als erwachsenes Insekt auch nicht mehr so für Blut.

Um das Entfernen einer Zecke ranken sich Mythen und Sagen. Es gibt die verschiedensten Varianten, wie man eine Zecke vom menschlichen Körper löst und einige dieser Vorschläge widersprechen sich auch. Wir haben ganz gute Erfahrung mit einer „Zeckenkarte“ gemacht. Die gibt es für 2 Euro in der Apotheke. Statt drehen und ziehen, hebelt man mit ihr die Zecke aus, indem man das gabelförmige Ende unter den Kopf der Zecke schiebt.

Wenn man die Stich- bzw. Bissstelle nun noch ein paar Wochen beobachtet und keine Verfärbung sieht, dann hat man den Angriff der eigentlich Zecke unbeschadet überstanden. Beim Aufenthalt in der NAtur ist also nicht Panik, sondern Vorsicht geboten.

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