Entspannen im Kajak

Wassernähe ohne Wasserkontakt

Wenn man lange genug Zeit am Wasser verbracht hat, dann hat man irgendwann auch das Bedürfnis nach dem Ufer selbiges zu erobern. Bei der Wahl der „Waffe“ für diese Eroberung entschied ich mich vor einiger Zeit für das Kajak.

Man könnte meinen, dass ein Ruderboot vielleicht die sicherere Lösung gewesen wäre, aber das stand erstens nicht zur Auswahl und außerdem ist es doch schon irgendwie schicker als ein globiges Ruderboot. So wackelig und kompliziert ist das Kajak dann auch gar nicht und die Spree ist mit einer Fließgeschwindigkeit von unter 10 Zentimeter pro Sekunde auch sehr ruhig und ein ideales Einsteigergewässer. Zudem hält sich der Schiffsverkehr in Grenzen und die Gefahr unter einen Ausflugsdampfer zu kommen ist sehr gering, zumal man ja als Kajakfahrer eh nicht in der Fahrinne fährt.

Kajak (Einer)
Das Kajak ist Abfahrtbereit
Kajak vor Bootsschuppen
Kajak vor Bootsschuppen

Die größte Herausforderung die ein Kajak bereit hält ist in meinen Augen das Einsteigen. Wenn man da keinen genügen flachen Steg hat, dann ist das schon schwierig hineinzukommen. Aber mit ein wenig Übung klappt das Ein- und Aussteigen ohne Probleme. Was ich ausgelassen habe ist das Üben der sogenannten Eskimorolle, bei der man sich mit dem Kajak 360 Grad seitlich durch das Wasser dreht.

Diese Technik benötigt man aber nur, um im Falle des Umkippens das Kajak wieder richtigherum ins Wasser zu bekommen und bei Zahmwasser (wie die Spree eines ist) ist die Gefahr des Umkippens ja eh recht gering. Und da ich keine Spritzdecke verwende mit der man mit dem Boot „fest“ verbunden ist, wäre auch der schnelle Ausstieg im Falle eines Kenterns möglich.

Kajakfahren auf der Spree
Allein auf der Spree
Im Kajak auf der Spree
Paddeln mit dem Kajak

Und so warte ich jedes Jahr auf angenehme Temperaturen, um bei unseren Aufenthalten an der Spree wieder zum Paddel greifen zu können. Auch wenn es eigentlich nur die Fahrt mit einem Paddelboot ist, ist es irgendwie doch auch ein Perspektivenwechsel, denn plötzlich schaut man nicht mehr vom Ufer aufs Wasser sondern andersherum, läßt sich sanft auf dem Wasser schaukeln und ist dem irgendwie auch ein wenig ausgeliefert.

Auf jeden Fall macht es eine Menge Spaß mit dem Kajak zu fahren. Größere Nähe zum Wasser hat man eigentlich nur, wenn man direkt darin schwimmen geht. Neben den schönen Ausblicken und der Möglichkeit zutrauliche Enten auch mal direkt auf ihrem Medium zu füttern hat das Kajakfahren auch einen Fitness-Effekt. Selbst wenn man sich nur im Schritttempo von ca. 6km/h fortbewegt, spürt man das am Ende einer Fahrt in den Armen und im Rumpf.

Solltet ihr die Möglichkeit haben das Kajakfahren mal auszuprobieren, dann tut es! Ein Kajak zu leihen sollte nicht mehr als 20 Euro für den ganzen Tag kosten und ein kleiner Tipp: Wassersportler fahren nicht in Hemd und Jeans, denn auch ein Tropfschutz am Paddle ist keine Garantie dafür das Boot ohne Kentern trocken zu verlassen 😉

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass es Spaß macht? – Es macht Spaß!

2 Gedanken zu „Entspannen im Kajak“

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