Lauf Forrest, lauf!

Niederlage für den inneren Schweinehund

Ich glaube es ist mittlerweile mehr als ein Jahr her, dass ich den Entschluss fasste meinem inneren Schweinehund regelmäßig in den Hintern zu treten.

Einmal die Woche bin ich seitdem morgens Laufen gegangen. Nach dem Aufstehen geht es also nicht an die Arbeit, sondern zum Sport. Die Location meiner Wahl war ein Sportplatz in der Nähe, auf dem ich ungestört meine Runden drehen kann.

Laufen auf dem Sportplatz
Frühsport
Sportplatz
Location: Sportplatz

Ein sportlich Ziel verfolge ich mit meinem wöchentlichen Frühsport nicht. Für mich fällt das eher in den Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Lebensqualität. Der Schweinehund läuft schon lange nicht mehr mit, der hat die Niederlage anerkannt, er wird mich aber sicher auf einem anderen Schlachtfeld wiedersehen.

Ich habe einige positive Aspekte an meinem morgentlichen Lauf entdeckt:

Ein gutes Gefühl
Direkt nach dem Laufen durchströmt mich ein unheimlich gutes Gefühl. Die zwangsläufige Folge: Total gute Laune!

Wellness-Nachbereitung
Der Körper ist durch die sportliche Ertüchtigung nicht nur gut durchblutet, die Dusche danach kommt einem Wellness-Kurztrip gleich. Dieses Wellness-Gefühl genieße ich dann entspannt und stressfrei bei einem Milchkaffee.

Start in den Arbeitstag
Nach so einem Start in den Tag bin ich heiß darauf „den Stier bei den Hörnern“ zu packen. Hoch motiviert kann ich mich somit in den Tag stürzen und durch meinen späteren Arbeitsbeginn weiß ich auch, dass ich nach hinten heraus genug Zeit habe mich auf große Aufgaben zu stürzen und dann noch meinen Beitrag zu leisten, wenn der Großteil der arbeitenden Gemeinschaft bereits den Arbeitstag abgeschlossen hat.

Alles in allem
Für mich ist dieser eine Tag in der Woche ein schönes Highlight, den ich so platziert habe, um auch an den anderen Tagen davon zu profiteren. Bereits am Montag weiß ich, dass am Folgetag der geliebte „Lauftag“ ist und so habe ich keine Startschwierigkeiten nach einem Wochenende. Und Ende des Abends an einem „Lauftag“ freue ich mich schon darauf, am nächsten Tag wieder zeitiger zu Hause zu sein.

Tipps als Starthilfe
Drei Dinge, die euch helfen könnten:

  1. Mach es zur Gewohnheit! Es ist nicht unbedingt so, dass man wenn man mit etwas Neuem beginnt bei dem man seine Komfortzone verlassen muss, sofort freiwillig über eine Hürde steigt, aber ihr könnt euch sicher sein, dass wenn ihr eine Regelmäßigkeit aufgebaut habt, dann geht es von selbst. Also zwingt euch die ersten Male es auch durchzuziehen. Wenn ihr keine Lust zum Laufen habt, dann zieht wenigstens das Sportzeug an und spaziert eure Laufstrecke.

  2. Investiere! Kauft ruhig neues Equipment. Zum Einen fühlt ihr euch dann gerade am Anfang dazu genötigt euer Vorhaben durchzuziehen (schließlich hat es Geld gekostet) und zum Anderen startet ihr ja auch etwas Neues und das solltet ihr euch dann auch noch bewusster werden, wenn ihr im neuen Sportzeug vor dem Spiegel steht und nicht zuletzt ist es nicht verkehrt gut ausgerüstet zu sein.

  3. Keine Ausreden! Es gibt keinen Grund das Vorhaben das ihr euch gesetzt habt nicht durchzuziehen. Das Sportzeug ist in der Waschmaschine? – Dann lauf nackt! Es regnet? – Dann lauf so schnell, dass du nicht nass wirst! Die Ausreden liefert euch euer Schweinehund – nehmt ihn mit auf die Reise, dann verschwindet er von ganz allein.

Das wirklich Tolle am „Lauftag“ er kostet nichts und kann die Motivation steigern und einen eingefahrenen Alltagstrott verhindern.

Ich glaube für die Gesundheit ist es auch nicht so schlecht. – Also, sagt euren Chefs nächste Woche, dass ihr einmal die Woche später kommt (aber auch länger bleibt) weil ihr mit etwas Anlauf in den Tag starten werdet!

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