Taschenschwan oder Albino-Ente?

Hausente mit Täuschungsmanöver

Als ich kürzlich in Duisburg bei einem Kundentermin war, entdeckte ich im Pulk mehrerer Stockenten eine weiße Ente … und dann noch eine … und noch eine. Das es sich bei dem Federtier nicht um einen „Taschen- oder Bonsai-Schwan“ dazu reichte meine ornithologische Kenntis. Somit konnte es sich also nur um die Albino-Version der Stockente handeln.

Hausente (kein Stockenten-Albino)
Unter Stockenten

Das einzig Seltsame an der Sache war, dass es mehrere dieser Albino-Enten in dem Gewässer gab. Entweder war das betroffene Elterntier bei der Fortpflanzung sehr aktiv, oder es lag einfach am Ruhrgebiet. Könnte man sich ja gut vorstellen, dass die Wasserqualität nicht so besonders ist und dadurch ein Albino-Teich entsteht. – Ok, ich gebe zu das ist dann doch etwas abwägig, also musste es an etwas Anderem liegen.

Nach längerem Überlegen kam ich zu der Erkenntnis, dass ein Gendefekt einfach nicht so häufig auf einen Punkt konzentriert auftauchen kann und das weiße Gefieder der Ente einen anderen Grund haben muss. – Hat es auch!

Bei dem Tier handelt es sich nämlich NICHT um eine weiße Stockente, sondern mit größter Wahrscheinlichkeit um eine Hausente bzw. Pekingente. Was auch gegen einen Albino spricht sind die dunklen Augen der Ente. Man hätte die Rotfärbung sicherlich auch auf ein paar Meter sehr gut erkannt. Ich denke man kann fast davon ausgehen, dass diese Enten mal irgendwo ausgebüchst und nun verwildert sind. Ungewöhnlich ist übrigens auch nicht, dass diese dann mit Stockenten Nachwuchs bekommen.

Das Mysterium um den „Taschenschwan“ ist somit aufgeklärt.

Ein Gedanke zu „Taschenschwan oder Albino-Ente?“

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