Relaxen im Mediamarkt

Mobile Rückenmassage

Eigentlich wollte ich mich bei meinem letzten Besuch in einem Mediamarkt nur kurz setzen und ließ mich zufällig auf einem der ausgestellten Massagesitze nieder. Sekunden später hielt ich die Fernbedienung in der Hand und genau ab diesem Moment wollte ich eigentlich gar nicht mehr aufstehen.

Ich hatte mich eigentlich schon immer gefragt wie sich das wohl anfühlt in einem dieser Massagesitze im Einkaufszentrum zu sitzen die man mit Euro-Münzen füttert. Im Mediamarkt hatte ich das nun für lau und es hat meine Aufmerksamkeit geweckt.

Die Frage nach dem Sinn

Da mein Kaufverhalten aus mehreren Stufen besteht habe ich nicht gleich zugeschlagen sondern ersteinmal geschaut ob so eine Investition überhaupt Sinn machen würde. Schließlich klimpern 240 Euro nicht wenn man sie zum Fenster hinaus wirft.

Ob im Flieger, im Zug, im Büro oder auf dem Weg dahin, ich verbringe sehr viel Zeit im Sitzen. Wenn man glaubt was man so hört, soll das für den Rücken ja nicht sonderlich gut sein. So ein Massagesitz scheint mir da ein gutes Gegenmittel zu sein.

Bei den Massagesitzen (speziell dem Beurer MG300) handelt es sich aber genaugenommen um Sitzauflagen bei dem das Rückenteil mit Rollen im Inneren versehen ist. Statt einer Rüttel- bzw. Vibrationsmassage wird einem tatsächlich shiatsu-mässig am Rücken herumgeknetet. Der Sitz wird einfach auf einen Stuhl gelegt und auf der Couch (sofern die relativ aufrecht ist) soll das auch funktionieren.

Negative Meinungen

Im Prinzip hört sich das soweit alles sehr, sehr gut an, nun folgt jedoch die nächste Stufe meines Kaufverhaltens. Ich habe mal bei Amazon alle negativen Bewertungen gelesen. Normalerweise ist das der Teil bei dem ich mir während des Lesens permanent mit der flachen Hand gegen die Stirn schlage. In diesem Fall war ich jedoch ein wenig verunsichert. Ist halt doof, wenn man sich mit der Materie nicht auskennt, dann ist die Bewertung der Meinungsqualität schwierig.

Das Ergebnis meiner Mecker-Rechereche: Eigentlich ist es doch blöd, völlig nutzlos und eine Fehlinvestition. Jedoch waren die die es doof fanden stark in der Minderheit, also habe ich mir die positiven Meinungen auch durchgelesen und war nun noch verunsicherter und bei Null.

Und nu?

Mit diesem irrtierenden Meinungsergebnis kann ich nicht kaufen. Gut dass meine Frau zur totalen Verwirrung jetzt noch von Faszien-Massagerollen erzählte die nur ein Zehntel kosten aber überhaupt nicht mit den Massagesitzen zu vergleichen sind.

Ich verfalle somit also in wieder in Phase 1 meines Kaufverhaltens und vielleicht ist ja so eine Massage-Rolle die Rettung für meinen steifen Rücken den ich erst seit meinem letzen Mediamarkt-Besuch bemerke.

Harmlose Schießerei

Nerf Gun Aufrüstung

Ich bin prinzipiell gegen Waffengebrauch, auch wenn es um Spielzeug geht. Ich gebe zu, dass Laserschwerter jedoch eine Ausnahme bilden … na gut und Zauberstäbe.

Im Großen und Ganzen sind meine Kinder also bisher ohne Plastik-Schusswaffen aufgewachsen. Ich sage „bisher“ weil sich das nun ändern wird, den wir werden uns Nerf Guns zulegen.

Für die die es nicht kennen: Nerf Guns sind Plastik-Pistolen die Schaustoffpfeile abschießen. Verbreitet ist diese Bewaffnung vor allem in den Büros der Kreativbranche.

Ganz so dramatisch wie im folgenden Video wird es dann bei uns zu Haus jedoch sicher nicht zugehen. Wir werden uns eher im Biathlon-Stil bewettkämpfen und Vasen aus den Regalen schießen.

NERF steht übrigens für Non-Expanding Recreational Foam (Formfester Erholungsschaum) ist also total ungefährlich. Das erste Nerf-Spielzeug war zudem keine Pistole sondern ein harmloser Ball.

Einigen sind vielleicht die abgefahrenen Wasserpistolen mit dem Namen „Super Soaker“ bekannt, auch die gehören zum Nerf-Arsenal.

Für die die den Nahkampf bevorzugen hat Nerf mit der Serie N-Force auch Ritterschwerte und Schilde im Programm: http://nerf.wikia.com/wiki/N-Force und es gibt sogar Roboter von Nerf (Combat Creatures) aber dazu vielleicht ein anderes mal mehr …

Die Gewohnheits-App

Über das „Wollen“ und „Vergessen“

Jedes Jahr scheitern wir erfolgreich mit unseren neuen Vorsätzen. Die einen schon am 1. Januar andere erst im Februar und die richtig Hartgesottenen unter uns, kommen sogar bis kurz vor den Sommer.

Aber woran liegt’s? – Ich habe keine Ahnung und analysiere das schon seit einer geraumen Ewigkeit. Was ich meine dabei herausgefunden zu haben, ist dass wir gar nicht mit dem „Wollen“ scheitern sondern eher mit der „Implementierung“ unserer neuen Gewohnheiten.

Gefangen in alten Gewohnheiten

Der Alltag ist stärker als jede Neuerung und wo es uns aus Begeisterung am Anfang noch leicht fällt, erliegen wird irgendwann den Dingen die wir schon immer tun. Fällt uns dann zufällig in einer ruhigen Minute ein was wir uns doch eigentlich vorgenommen aber nicht eingehalten haben, ärgern wir uns, weil wir es ja eigentlich schon gern getan aber bloß nicht dran gedacht haben. Es ist erstaunlich wie schnell man die besten Vorsätze vergisst!

Ich bin mir sicher, würden wir unsere Vorsätze regelmäßig vor den Augen haben, würden wir mit ihnen viel weiter kommen. Ich habe sie mir deshalb in ein Notizbuch geschrieben, leider scheiterte das Vorhaben, da ich außer zum reinschreiben das Notizbuch nie in der Hand hatte. Ich müsste mir also zur Gewohnheit machen regelmäßig ins Notizbuch zu schauen, aber wenn ich mir das ins Notizbuch schreibe dann … ja, es ist ein Teufelskreis!

Kleiner Helfer

Eventuell habe ich jetzt aber die Lösung für dieses Problem gefunden. Mein Handy habe ich häufiger in der Hand und oft weiß ich vor lauter Langeweile gar nicht welches Programm ich öffnen soll und so habe ich mir die App „productive“ (productiveapp.io) installiert in die ich meine Wunschgewohnheiten hinterlegt habe.

Eines vorweg, die App ist leider nur für iPhone/iPad verfügbar und kostet in der Vollversion (für mehr als 5 Gewohnheiten) 2,99 EUR. Da man günstiger keinen Coach auf’s Handy bekommt habe ich sofort zugeschlagen.

Es macht zwar mehr Sinn die App selbst kostenlos auszuprobieren, aber ich werde trotzdem einen kurzen Überblick geben.

So klappt’s mit den Vorsätzen!

Auf folgende Art und Weise werden die neuen Gewohnheiten in der App hinterlegt:

  • Was möchte man sich angewöhnen?
  • Wie oft in der Woche, Monat, bestimmten Tagen etc. möchte man dieser Gewohnheit nachgehen?
  • Wann möchte man der Gewohnheit nachgehen (Vormittag, Nachmittag, Abend oder jederzeit)?
  • Benötigt man eine zusätzliche Erinnerung an die Gewohnheit?

In der Tagesliste sieht man dann genau welche Gewohnheiten an der Reihe sind. So hat man immer vor Augen was man noch nicht erledigt hat und wird häufiger diesen Moment „Ach Mensch ja! – Schwupp, erledigt!“ haben. Und irgendwann braucht man nichteinmal mehr eine App dazu, denn „implementierte“ Gewohnheiten funktionieren komplett ohne Erinnerung und Strom!

Ein Belohnungssystem gibt es auch. Man sammelt sogenannte Streaks, also lückenlose aufeinanderfolgende Durchführungen. Diese Prinzip kennt man auch als „Don’t break the Chain“.

Und funkioniert’s? – Also bisher läuft’s ganz gut. Ein Blick auf’s Handy und tatsächlich fallen mir wieder die Dinge ein die ich mir vorgenommen habe und „Schwupps, schnell mal erledigt!“.

So, ich schau dann mal auf mein Handy, was ich jetzt noch schnell erledigen könnte …

Taschenrechner aus der Steinzeit

Canon Palmtronic LE-10

Canon Palmtronic LE-10
Taschenrechner von 1972

Wenn man Handys von vor 10 Jahren mit heutigen vergleicht, dann denkt man „Boah, was haben wir für einen technologischen Sprung gemacht!“. Gehen wir aber noch ein paar Jahre zurück … sagen wir bis 1973 … ja, da gab es tatsächlich auch schon Mobiltelefone, Motorola brachte das DynaTAC 8000X auf den Markt.

Der Unterschied zwischen 1973 und 1995 scheint aus heutiger Perspektive jedoch gar nicht mehr so groß. Erstaunlicher ist da wohl eher, dass es solche Technik 1973 schon gab!

Ok,Themenwechsel zum Taschenrechner ein Jahr zuvor. Im folgenden Video seht ihr den Canon Palmtronic LE-10 von 1972.

Auf den ersten Blick ist der Palmtronic gar nicht soetwas besonderes, ist ja nur ein Taschenrechner. Es handelt sich hierbei aber um einen der ersten Taschenrechner. Die Geburtstunde der handgroßen Taschenrechner war um 1967. Für den Palmtronic LE-10 musste man damals ca. 260 Dollar auf den Tisch legen, das entspricht heute ungefähr 1200 Euro! Mit etwas Glück bekommt man ihn heute bei eBay aber schon für 30 Euro.

Taschenrechner von 1972 (Palmtronic)
Palmtronic LE-10
Betrieanzeige Canon Palmtronic LE-10
Batterie-Check

Anders als heute hatte dieser Canon Taschenrechner eine Ladestation mit der er auch direkt am Stromnetz betrieben werden konnte. Auch wenn der Palmtronic mit seinen Ausmaßen den Eindruck massiver Leistungsfähigkeit erweckt, war mehr als Addition, Subtraktion, Division und Multiplikation nicht drin.

Und nun legt ihr den Canon Taschenrechner von 1972 mal neben einen aktuellen Taschenrechner und denkt sich plötzlich selbst bei einem Taschenrechner: „Boah, was haben wir für einen technologischen Sprung gemacht!“ und „In den 70ern gab es echt schon Taschenrechner?!“

Lerngitarre: Yamaha EZ-AG

Yamaha Sonderling

Das Yamaha Gitarren herstellt ist jetzt nicht so ungewöhnlich, eines ihrer Modelle hingegen schon. Mit der EZ-AG hat Yamaha ein Modell im Portfolio das sich mit Sicherheit nicht in die Kategorie Akkustik- oder E-Gitarre einordnen lässt.

Ein Midi-Anschluss am Instrument deutet dann doch mehr auf ein Eingabegerät hin … aber durch durch einen eingebauten Lautsprecher unter dem Schallloch kann man die EZ-AG dann doch komplett ohne Computer verwenden.

Yamaha EZ-AG
Lerngitarre von Yamaha
Lerngitarre Yamaha EZAG
Yamaha EZ-AG
Yamaha EZ-AG Griffbrett
Griffbrett mit Tasten statt Saiten
Guitar Yamaha EZ-AG
leuchtende „Hinweise“

Zugegebener Maßen stand ich schon einige Male kurz davor mich von der Yamaha EZ-AG zu trennen, um Platz für eine weitere „richtige“ Gitarre zu schaffen, aber irgendwie komm ich von dem Sonderling dann doch nicht los.

Hinzu kommt, dass dieses Instrument nicht mehr im Handel erhältlich ist und die Wiederbeschaffung somit etwas aufwendiger und womöglich teurer wäre. Und so hat ihr Kuriositäten-Status eine Daseinsberechtigung geschaffen die sie weiter an meiner Seite hält.

Display Yamaha EZ-AG
Bedienfeld und Display der EZ-AG
Bedienfeld Yamaha EZ-AG
diverse Sounds und Songs

Im folgenden Video könnt ihr euch mal ein besseres Bild von der Yamaha EZ-AG und ihrem Funktionsumfang machen:

Longboarding mit Cruiserboard

Das Mini-Longboard

Cruiserboard + Longboard
Cruiserboard + Longboard

Durch dieses geniale Video bin ich vor 2 Jahren auf Longboards aufmerksam geworden und habe sofort richtig Lust auf diese Form des Rollbretts bekommen. Meine Begeisterung ist auf den damals 9-jährigen Sohn übergeschwappt und so standen wir kurze Zeit später im Longboard-Geschäft.

Mittlerweile hat er sich sein zweites Board zugelegt, ein sogenanntes Cruiserboard. Das hat die gleichen Eigenschaften wie ein Longboard ist jedoch deutlich kleiner ist.

Beide Boards sind im folgenden Video im Einsatz zu sehen.

Ein Longboard ist durch seine im Vergleich zum Skateboard größeren und weicheren Räder sowie dem breiten Radabstand einfacher zu fahren und auch für unebenen Boden sehr gut geeignet. Eine Brettlänge von 90 bis 150 Zentimeter gibt zusätzliche Stabilität. Dadurch ist das Longboard genau das richtige Brett zum „Cruisen“ für Einsteiger.

Die Größe eines Longboards hat jedoch auch einen Nachteil, es ist eher sub-optimal für die Mitnahme in die Schule oder auf Klassenfahrten. Die sogenannten Cruiserboards gleichen diesen Nachteil durch eine maximale Brettlänge von 80 Zentimetern ein wenig aus. Sie sind also kürzer, haben in Bezug auf das Rollverhalten aber die gleichen Eigenschaften wie ein herkömmliches Longboard.

Der Sohn ist mit seinem Cruiserboard durch die Reduzierung der Brettlänge von 105 Zentimeter auf 70 Zentimeter noch mobiler geworden. Ein anderer sehr großer Vorteil des angeschafften zweiten Boards ist, dass ich nun auch des Öfteren auf das große Longboards des Sohnes zurückgreifen und mit ihm zusammen fahren kann (siehe Video oben).

Die nächste Größensteigerung wäre übrigens ein Pennyboard mit einer Länge von ca. 56 Zentimeter … habe ich probiert, ist mir aber zu gefährlich! 😉

IKEA Bookbook (2015)

IKEA vs. Apple

IKEA macht vielleicht hippe Möbel, aber das war es eigentlich schon. Offenbar scheint IKEA jedoch nun damit zu beginnen in fremden Gewässern zu fischen und grieft mit seinem Bookbook knallhart den Tablet-Mark. Das von dem schwedischen Möbelhaus herausgebrachte Device herausgebracht ist dem iPad und anderen Tablets starküberlegen! Ich bin schon jetzt gespannt, wann Apple nachziehen wird oder ob sie die Führung so leicht abgeben.

Vom Material Holz weicht Ikea dabei auch weiterhin nicht ab. Die Vorteile des IKEA Bookbook findet ihr im folgenden Video:

Was ist eigentlich Unboxing?

Auspacken vor der Kamera

Die Antwort auf die Frage worum es sich bei „Unboxing“ handelt ist einfach: „Auspacken“ – und die Begeisterung für dieses „Auspacken“ scheint groß zu sein, denn im Internet gibt es unzählige Unboxing-Videos. Die verschiedensten Dinge werden bei Youtube & Co vor der Kamera aus ihrer Verpackung geholt.

In den meisten Fällen werden beim Unboxing aktuelle Gadgets ausgepackt, aber auch Schokolade kann man vor der Kamera unboxen. – Glaubt ihr nicht? Dann schaut selbst:

Unboxing-Videos haben übrigens tatsächlich eine Daseinsberechtigung. Diese Videos geben gerade wenn man vor einer Kaufentscheidung steht gute Einblicke in den Lieferumfang und einen Eindruck vom Objekt der Begierde.

In den meisten Fällen holt man sich durch ein Unboxing-Video aber eigentlich nur nochmal die Bestätigung, dass das was man gedenkt sich zu kaufen tatsächliche das Richtige ist und kann schon mal den Auspackvorgang vor erhalt der Ware zur eigenen Befriedigung durchspielen.

Wenn ihr also das nächste Mal etwas kaufen wollt, dann schaut euch doch vorher ein Unboxing-Video an, um zu sehen, wie sich das erste Auspacken anfühlen wird.

Audi RS6 (1:10) auf Nitro

Qualmende Reifen

Es gibt ferngesteuerte Autos und ferngesteuerte Autos. Wo ist denn da der Unterschied? – Na der ist ganz deutlich zu hören, wenn das Fahrzeug in Bewegung ist. Während der eine Wagen hochfrequent surrt, knatter und blubbert der andere aggressiv.

Den Unterschied macht der Motor. Der Ein Wagen mit Elektromotor ist wie ein Typ mit Quietschestimme, während der nitro-betriebene Verbrennermotor derbe und rotzig daher kommt. Und jetzt ratet mal bei wem die ganzen Mädel stehen, wenn bei einem Rennen ferngesteuerter Autos Elektro gegen Verbrenner an den Start geht? – Ok, ich weiß, wir reden hier von Kinderspielzeug.

Im folgenden Video könnt ihr mal sehen und hören, was für einen Radau so ein Kinderspielzeug machen kann …

Und, das ist mehr als nur Spielzeug, oder? Das könnte schon fast Schmitz’s Katze sein!

Das Betreiben eines ferngesteuerten Autos mit Verbrennermotor ist gar nicht so einfach. Da gibt es eine ganze Menge einzustellen, bis der Motor zum ersten Mal aufheult und das Auto geradeaus fährt.

Um den Wagen in Fahrt zu versetzen braucht es einen vollen Tank mit Nitro, den handgesetzen Zündfunken und Glück, dass der Motor anspringt wenn man am Zugseil zieht. Springt er an, heißt es Daumen drücken, dass er sich nicht verschluckt und wieder ausgeht bevor man die Karosserie aufgesetzt hat und Gas geben kann.

Ferngesteruertes Auto (Benziner) ohne Karosserie
Chassis des Wagens
Motor vom ferngesteuerten Auto
Verbrennermotor
Tank am Modellauto
Tank und Auspuff
Werkzeug Modellauto
Werkzeug
ferngesteuertes Auto (betrieben mit Nitro)
Zündung und Motor anwerfen
Modellauto ohne Karosserie
Ab geht die Post!

Um die 250 Euro sollte man für den Einstieg schon einplanen. Für diesen Preis bekommt man ein Komplettset bestehend aus Fahrgestell mit Motor, Karosserie und Fernbedienung. Man benötigt dann noch Werkzeug und Sprit (Nitro) und dann kann es schon fast losgehen. Ohne Ambitionen zum Tüfteln geht aber nichts. Man muss nicht nur die Spur des Wagens einstellen, sondern auch den Motor damit der sauber oder überhaupt läuft.

Das Basteln geht weiter, wenn man die ersten Fahrzeugbestandteile (z.B. aus dem Fahrgestell) in Einzelteilen auf dem Asphalt wiederfindet. Das passiert gern und schnell, wenn man mit hoher Geschwindigkeit eine Unebenheit übersieht. Neben den Aufbau von Radaufhängungen und Co. lernt man dabei auch die Preisstruktur der Einzelteile kennen.

Audi RS6 Karosserie
Karosserie Audi RS6
ferngesteuertes Modell Audi RS6
Audi im Maßstab 1:10
Audi RS6 ferngesteuert (Nitro)
Qualmende Reifen
Fernbedienung für ferngesteuertes Auto
Fernsteuerung

Den Wagen bei einer Geschwindigkeit bis zu 45 km/h unter Kontrolle zu halten, braucht schon ein wenig Übung es ist trotzdem ein riesen Spaß … für Männer und für Jungs!

Rundgebogene Smart-Köche auf der IFA

Die Messe ist tot, es lebe die Messe!

Auch wenn Messen vielleicht nicht die schnellste Informationsmöglichkeit für Unternehmen sind, stehe ich einmal im Jahr beruflich auf der ITB hier in Berlin (in den letzen Jahren zusätzlich auf dem FVW-Kongress in Köln) und als Besucher ist für mich der Ausflug nach Leipzig zur AMI ein privater Pflichttermin.

Warum aber diese Umstände, wenn ich doch sowohl im Büro, als auch zu Hause und sogar auf dem Weg dazwischen permanent mit Internet ausgestattet bin und mich so zu Tode informieren könnte? Ganz einfach: Im Internet fehlt dann doch die nicht zu unterschätzende Nähe und Anfassen kann man dort auch nichts. Außerdem ist die Atmosphäre auf einer Messe nicht mit einem Streifzug durch das Internet zu vergleichen.

Dieses Jahr kam für mich eine neue Messe dazu. Ja, ich war obwohl ich Berliner bin noch nie auf der Internationalen Funkausstellung (IFA), lag vielleicht auch daran, dass ich da nicht viel Neues erwartet habe, denn Radio und Fernseher waren ja bereits erfunden. Dabei handelt es sich bei der IFA um die älteste Messe Deutschlands die 1924 das erste Mal abgehalten wurde!

Samsung Gear S (Smartwatch auf der IFA)
Smartwatch von Samsung
Samsung Gear S (Smartwatch auf der IFA)
Samsung Gear S
LG G Watch R (Smartwatch auf der IFA)
Smartwatch von LG
LG G Watch R (Smartwatch auf der IFA)
LG G Watch R

Da sich die Gelegenheit ergeben hat, habe ich nun also meinen Jungfernbesuch auf der IFA hinter mich gebracht und es war wunderschön. Und was gab es zu sehen? Kurz gesagt: smarte, gewölbte Uhren-Köche.

Ich war dem Irrglauben aufgesessen der Name „Funkausstellung“ sagt aus was man auf der Messe zu sehen bekommt. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Elektronikmesse.

Top-Themen waren neben Smartwatches, gebogene Displays und 4K-Fernseher. Waschmaschinen und Föhns gab es auch zu sehen … wahrscheinlich waren es sogar Smartföhns?! Fersehköche wie Stefan Marquard, Ralf Zacherl und Johann Lafer kochten live in den Hallen in denen die Hersteller von Küchenelektronik ausstellten.

Johann Lafer auf der IFA
Fernsehkoch Lafer auf der IFA
Ralf Zacherl und Enie van de Meiklokjes auf der IFA
Zacherl und van de Meiklokjes backen

Der 3-stündige Messebesuch selbst war fast so anstrengend wie der 8-stündige Aufenthalt an einem selbst betriebenen Messestand, die Atmosphäre war jedoch die Gleiche. Viele Menschen die Dinge sehen wollen, Einige die den Sammler in sich trotz mehrerer tausend Jahre Evolution noch nicht besiegt haben und viele Unternehmen die Einiges zu zeigen haben.

Aber lohnt sich denn der Messebesuch? Für die Mathematiker unter euch: für die 12 Euro Eintritt bin ich mit Werbeartikeln im Wert von 60 Cent nach Hause gegangen. Aber Spaß bei Seite, für jemanden der sich für Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik interessiert ist die IFA ein gute Anlaufpunkt, um mal alle Hersteller, die sich in diesem Sektor zu Hause fühlen gesammelt an einem Ort zu finden. Außerdem hat man die Chance mal die Neuheiten in den Händen zu halten oder hautnah zu sehen, bevor sie demnächst im Fachhandel zum Verkauf stehen.