Unproduktiv genießen

Ich habe ein schweres Leiden, ich versuche stets und ständig jede Sekunde produktiv zu nutze. Dinge passieren nicht von allein und so sehe ich jede ungenutzte Sekunde als Stillstand.

Jetzt ist es nicht so, dass ich nicht auch mal auf der Couch gammel und Netflix schaue, aber ich habe dabei oder spätestens danach ein schlechtes Gewissen.

Mir ist klar, dass das eigentlich Quatsch ist und Genuss auch zum Leben gehört wenn es das nicht sogar ausmacht. Und genau das zeigen mir Ereignisse wie der Brunch im folgendem Video den ein Freund mit viel Liebe für mich und meine Familie ausrichtete.

Der Brunch war Teil eines Hochzeitsgeschenkes und es waren ein paar tolle, völlig unproduktive aber sehr genussvolle Stunden!

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Problem mit SanDisk SD Karte

Nicht beschreibbare SD Karte

Ich mache viel mit Video und daher ist mir eine zuverlässige Kamera (in meinem Fall eine Canon G7X) wichtig. Die ist natürlich nur so zuverlässig wie Akku und Speichermedium es zulassen. Mit Letzterem habe ich in letzter Zeit ein paar Probleme.

Ich benutze bevorzugt SanDisk SD Karten doch vor einiger Zeit verweigerte mir eine dieser Speicherkarten die Aufnahme. Gott sei Dank habe ich immer eine Wechselkarte dabei und in der Annahme die Karte sei voll, wechselte ich sie gegen eine neue ein.

Ich musste dann jedoch feststellen, dass die Karte gar nicht voll war, trotzdem löschte ich ein paar Fotos und Videos von der SD Karte. Beim erneuten Laden der Karte, waren die gelöschten Medien jedoch wieder da!?

Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass die Karte sich offensichtlich in einem eingefrorenen Zustand befand. Zum Schutz der Dateien konnte man nichts mehr löschen aber auch nichts mehr draufspielen.

Ich nahm per Mail Kontakt zu SanDisk auf und mir wurde ein Austausch angeboten. Nachdem ich meine defekte SD Karte verschickt hatte, bekam ich kurze Zeit später eine neue Speicherkarte. Um den Versand und die damit verbundenen UPS-Kosten kümmerte sich das Unternehmen. – Danke, ihr seid die Besten!

Leider, leider trat das gleiche Phänomen nun auch mit der frischen Austauschkarte und kurze Zeit darauf mit einer weiteren Speicherkarte auf. Auch in diesen Fällen tauschte SanDisk das nach kurzem Mailverkehr schnell und ohne Diskussion aus.

Ich komme mir jetzt ein bißchen so vor als hätte ich ein Speicherkarten-Miet-Modell. Auf der einen Seite finde ich den regelmäßigen Austausch gegen eine frische Karte nicht schlecht auf der anderen Seite kann das auf Dauer auch für beide Seiten frustierend sein. Mich stört an diesem Modell besonders, dass ich nicht vorher weiß, wenn die SD Karte ihren Geist aufgibt.

Ich werde wohl mal versuchsweise auf einen anderen Speicherkartenhersteller umsteigen, möchte aber nicht ausschließen, dass die eventuell das gleiche Problem haben.

Rauchverbot im Toys’R’us

Rätselhaftes Schild

Ich versuche immer für alles eine Erklärung zu finden aber in diesem Fall fällt es mir extrem schwer.

Warum um alles in der Welt ist im Toys’R’us Rauchverbot? … Sorry, ich meinte: Warum in alles in der Welt hängt IM (nicht „vor’m“, „am“ oder „neben“) Toys’R’us ein Rauchverbotsschild?

Ich würde es ja noch verstehen wenn irgendwo im Toys’R’us eine Raucherinsel ist an der sich Mütter mit ihren Kinderwägen treffen und gemeinschaftlich eine zischen. Aber dieses Rauchverbotsschild ist mir jedes mal ein Rätsel. Vielleicht war an dieser Stelle ja mal die besagte Raucherinsel.

Ich be-grei-fe es nicht!

Kleine Giganten

Sei großartig statt groß!

Stärke und Erfolg wird ja meist an Größe festgemacht. Dass daran nicht viel Wahres ist, hat David (zum Leidwesen von Goliath) schon lange vor Beginn der Zeitrechnung bewiesen.

Und auch in der Wirtschaft könnte man meinen, dass Wachstum unmittelbar mit Erfolg in Verbindung steht. Von der winzigen, miefigen Garage ins mit eigenen Mitarbeitern überfüllte Großraumbüro, da kann man ja eigentlich nichts gegen sagen, oder?! – Und überhaupt, die richtigen Erfolgsunternehmen findet man doch eigentlich nur an der Börse.

Hm … da kommt man sich in einer kleinen Firma ja fast wie auf einem Abstellgleis vor!

Im Buch „Small Giants – Companies that choose to be great instead of big“ („Kleine Giganten – Firmen die sich entschieden haben großartig statt groß zu sein“) zeigt Bo Burlingham auf, dass es auch andere Dinge als Wachstum gibt auf die sich ein Unternehmen konzentrieren sollte. Vielleicht wird man durch die Dinge nicht groß, aber großartig!

Was passiert, wenn ein Unternehmen seinen Fokus nicht darauf legt immer mehr und mehr Umsatz zu machen? Wenn man sich statt auf das Portmonee des Kunden auf sich selbst konzentriert? Wenn plötzlich Produkt und Arbeitnehmer im Mittelpunkt stehen? – Überraschenderweise wird sich das sehr positiv auf den Erfolg auswirken.

Be great instead of big.

Die in dem Buch aufgeführten Unternehmen haben sich trotz ihres Erfolges zum Teil gegen weiteres Wachstum entschieden. Ja, das bedeutet, dass man auch in die Situation kommt Aufträge oder Kunden ablehnen zu müssen. (Vielleicht erklärt das auch, warum es so eine große Herausforderung ist Ärzte zu finden die noch Patienten aufnehmen.)

Ich muss gestehen, dass ich selbst schon in der Situation war in der ich mich gefragt habe, wie ein Unternehmen erfolgreich sein will, wenn es kein Interesse hat in Wachstum zu investieren. Ich glaube ich habe jetzt verstanden, dass der andere Weg auch sehr gut funktionieren kann.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man wie der Junge mit der Blechtrommel einfach den Wachstum verweigert und der Rest wird schon von allein klappen. Es ist also nicht leichter, sondern nur anders! 🙂

Wer sich tiefergehend für dieses Thematik interessiert, dem kann ich das Buch „Small Giants“ (272 Seiten) von Bo Burlingham empfehlen: Link zum Buch

Ein Tag im Winter

So schön kann kalt sein

Aus chronologischen Gründen muss möchte ich heute nochmal kurz den Winter zurückholen. (Ist ja nichts Neues, hatten wir ja neulich schonmal.)

Eigentlich ist ja so ein Wintertag kalt und ungemütlich aber wie so alles im Leben hat auch der zwei Seiten und die andere Seite sieht gar nicht so schlecht aus. Gegen die Kälte gibt es passende Klamotten, die Sonne scheint auch im Winter und selbst als Berliner kann man einen schönen Spaziergang in der Natur machen.

Also nichts wie raus!

Ok und jetzt ist wieder April …

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Relaxen im Mediamarkt

Mobile Rückenmassage

Eigentlich wollte ich mich bei meinem letzten Besuch in einem Mediamarkt nur kurz setzen und ließ mich zufällig auf einem der ausgestellten Massagesitze nieder. Sekunden später hielt ich die Fernbedienung in der Hand und genau ab diesem Moment wollte ich eigentlich gar nicht mehr aufstehen.

Ich hatte mich eigentlich schon immer gefragt wie sich das wohl anfühlt in einem dieser Massagesitze im Einkaufszentrum zu sitzen die man mit Euro-Münzen füttert. Im Mediamarkt hatte ich das nun für lau und es hat meine Aufmerksamkeit geweckt.

Die Frage nach dem Sinn

Da mein Kaufverhalten aus mehreren Stufen besteht habe ich nicht gleich zugeschlagen sondern ersteinmal geschaut ob so eine Investition überhaupt Sinn machen würde. Schließlich klimpern 240 Euro nicht wenn man sie zum Fenster hinaus wirft.

Ob im Flieger, im Zug, im Büro oder auf dem Weg dahin, ich verbringe sehr viel Zeit im Sitzen. Wenn man glaubt was man so hört, soll das für den Rücken ja nicht sonderlich gut sein. So ein Massagesitz scheint mir da ein gutes Gegenmittel zu sein.

Bei den Massagesitzen (speziell dem Beurer MG300) handelt es sich aber genaugenommen um Sitzauflagen bei dem das Rückenteil mit Rollen im Inneren versehen ist. Statt einer Rüttel- bzw. Vibrationsmassage wird einem tatsächlich shiatsu-mässig am Rücken herumgeknetet. Der Sitz wird einfach auf einen Stuhl gelegt und auf der Couch (sofern die relativ aufrecht ist) soll das auch funktionieren.

Negative Meinungen

Im Prinzip hört sich das soweit alles sehr, sehr gut an, nun folgt jedoch die nächste Stufe meines Kaufverhaltens. Ich habe mal bei Amazon alle negativen Bewertungen gelesen. Normalerweise ist das der Teil bei dem ich mir während des Lesens permanent mit der flachen Hand gegen die Stirn schlage. In diesem Fall war ich jedoch ein wenig verunsichert. Ist halt doof, wenn man sich mit der Materie nicht auskennt, dann ist die Bewertung der Meinungsqualität schwierig.

Das Ergebnis meiner Mecker-Rechereche: Eigentlich ist es doch blöd, völlig nutzlos und eine Fehlinvestition. Jedoch waren die die es doof fanden stark in der Minderheit, also habe ich mir die positiven Meinungen auch durchgelesen und war nun noch verunsicherter und bei Null.

Und nu?

Mit diesem irrtierenden Meinungsergebnis kann ich nicht kaufen. Gut dass meine Frau zur totalen Verwirrung jetzt noch von Faszien-Massagerollen erzählte die nur ein Zehntel kosten aber überhaupt nicht mit den Massagesitzen zu vergleichen sind.

Ich verfalle somit also in wieder in Phase 1 meines Kaufverhaltens und vielleicht ist ja so eine Massage-Rolle die Rettung für meinen steifen Rücken den ich erst seit meinem letzen Mediamarkt-Besuch bemerke.

Harmlose Schießerei

Nerf Gun Aufrüstung

Ich bin prinzipiell gegen Waffengebrauch, auch wenn es um Spielzeug geht. Ich gebe zu, dass Laserschwerter jedoch eine Ausnahme bilden … na gut und Zauberstäbe.

Im Großen und Ganzen sind meine Kinder also bisher ohne Plastik-Schusswaffen aufgewachsen. Ich sage „bisher“ weil sich das nun ändern wird, den wir werden uns Nerf Guns zulegen.

Für die die es nicht kennen: Nerf Guns sind Plastik-Pistolen die Schaustoffpfeile abschießen. Verbreitet ist diese Bewaffnung vor allem in den Büros der Kreativbranche.

Ganz so dramatisch wie im folgenden Video wird es dann bei uns zu Haus jedoch sicher nicht zugehen. Wir werden uns eher im Biathlon-Stil bewettkämpfen und Vasen aus den Regalen schießen.

NERF steht übrigens für Non-Expanding Recreational Foam (Formfester Erholungsschaum) ist also total ungefährlich. Das erste Nerf-Spielzeug war zudem keine Pistole sondern ein harmloser Ball.

Einigen sind vielleicht die abgefahrenen Wasserpistolen mit dem Namen „Super Soaker“ bekannt, auch die gehören zum Nerf-Arsenal.

Für die die den Nahkampf bevorzugen hat Nerf mit der Serie N-Force auch Ritterschwerte und Schilde im Programm: http://nerf.wikia.com/wiki/N-Force und es gibt sogar Roboter von Nerf (Combat Creatures) aber dazu vielleicht ein anderes mal mehr …

Shopping für Plüschtiere

Bären einkleiden

Es ist schon fast 7 Jahre her, dass ich hier einen Beitrag über den „Build a Bear Shop“ in Berlin schrieb und immer noch ist dies einer der meist gelesenen Beiträge.

Aber nicht nur das Interesse der Leserschaft scheint groß daran zu sein sich selbst ein Kuscheltier zu basteln und das dann einzukleiden, auch die eigenen Kinder haben immer mal wieder das Bedürfnis ihre Weggefährten (obwohl die nicht wachsen) mit neuen Klamotten auszustatten.

Für die unter euch die sich nicht für das Einkleiden von Teddybären interessieren sondern lieber über Bären lachen, die schauen hier der Rest liest weiter und schaut später.

Der Vlog-Clip #24 zeigt einen dieser Besuche im Eldorado der Kuscheltier-Fashion.

Das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen: Ein Geschäft voll mit Regalen in dem es die verschiedensten Klamotten und Accessoirs für Plüschtiere gibt. Und ab und zu werden hier auch Fashion-Shows veranstaltet. In diesem Shop dürfen übrigens nicht nur Build-A-Bear-Kuscheltiere einkaufen sondern auch alle anderen.

Nach jeder Shoppingtour waren nicht nur die Kuscheltiere sondern auch die Kinder glücklich und man muss sagen, dass sich die Verkäufer auch ordentlich ins Zeug leben den Besuch wirklich zu einem Erlebnis zu machen!

So, wie am Beginn des Beitrags angekündigt, wer gern über Bären lacht, der sollte sich unbedingt das hier anschauen.

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Der Stift mit dem Stift

Picasso Junior

Gerade als Kind lernt man viel durch Nachahmung und ja auch wenn das jetzt für einige von euch erschreckend klingt: Vieles haben Kinder ihren Eltern abgeschaut und keine Sorge, meine Hand bewegt sich gerade Richtung Nase.

Diese Erkenntnis soll ja kein Vorwurf sein, sie ist auch auch intensiv in positivem Einsatz!

Damals

Einer Sache die ich als Kind auf diese Weise nachgeeifert bin war das Zeichentalent meines Vaters. Mit großer Begeisterung habe ich in meinen Kinderjahren einiges an Papier vollgekritzelt, um eines Tages genauso gut malen zu können wie der Vater.

Heute

Mehr als 20 Jahre später sitze ich nun (leider viel zu selten) mit Stift und Papier oder auch Tablett und Finger in einer Ecke und bringe Dinge zu Papier:

Ich merke nun eine ähnliches Verhalten bei den eigenen Kindern. Das eine sitzt fasziniert mit am Tisch wenn ich den Stift schwinge und bettelt geradezu darum auch das Malgerät in den Händen halten zu dürfen.

Das andere (ältere) Kind zeichnet wie verrückt und intensiv jedoch handelt es sich dabei fast ausschließlich um Strichmännchen. Tja, ich bin ein wenig betrübt aber Talent gibt es eben nicht geschenkt.

Doch eines Tages legte mir der Meister der Strichpunkt-Figuren eine Zeichnung vor die mich sehr überraschte.

In Erwartung wieder ein Strichmännchen-Kunstwerk präsentiert zu bekommen, hielt ich eine astreine Outline-Arbeit in den Fingern. Ich war mir sicher, dass es irgendwo abgepaust war … war es aber nicht! Dann war ich mir sicher, dass es irgendwo abgemalt war … war es aber nicht! Basierend auf einigen Inspirationen anderer Bilder im gleichen Doodle-Stil war dieses Bild komplett aus der Feder meines Kindes.

Das Ergebnis freute nicht nur mich sondern auch das Jüngere Kind, dass nun seinerseits das Talent auspacken konnte und das Bild kolorieren durfte.

Fazit

Ich werde die Talente meiner Kinder nicht bestimmen können, aber ich kann ihnen zeigen wieviel Spaß es macht Dinge zu kreieren und vielleicht entdecken sie das auch irgendwann für sich oder haben halt viel Freude daran andere Dinge zu erschaffen an die ich jetzt noch gar nicht denke.

Mut zum Chaos

Gut Idee!

Ich halte mich für einen sehr strukturierte Menschen der klare Muster bevorzugt und bei dem Chaos ein Unbehagen hervorruft. Leute wie Casey Neistat sind für mich deshalb schwer zu verstehen aber auch der Beweis dass nicht immer alles durchgestylt und durchgeplant sein muss, sondern dass selbst auf chaotischem Wege Dinge gelöst werden können.

Warum also über eine spontane Idee lange nachgrübeln und die erst in Form bringen statt sie einfach unüberlegt umzusetzen? Vielleicht sollte man dass wirklich dass eine oder andere Mal versuchen. Und so habe ich mich des Öfteren dem Selbstversuch gestellt und improvisiert wie ein Weltmeister.

Die Familie lacht heute noch über meine Blitzversuche und zusammengestürzte Gewürzregale oder mit Sprühlack geweißten Turnschuhe. Und ja, ich bin auch noch nicht so ganz überzeugt, dass eine solche Herangehensweise eine gute Idee ist. Jedes Mal wenn es bei uns in der Wohnung rumst weil etwas zusammenkracht oder von der Wand fällt, weiss ich, dass gerade wieder eines dieser Chaotenprojekte gestorben ist.

Eine tolle Erfindung

Die einzige umständliche Spontanidee die bisher sehr gut funktioniert ist der Briefkastenschlüsselhaken im Büro, oder besser gesagt DIE Briefkastenschlüsselhaken.

Damit man nicht erst grübeln muss, ob jemand am Briefkasten war, gibt es einfach für jeden Tag einen Haken. Der Schlüssel wird dann immer auf den Tag gehängt an dem der Kasten geleert wurde und so sieht man auf einem Blick ob hier noch Handlungsbedarf ist.

Betrachtet man diese Idee analytisch und strukturiert, ist das totaler Quatsch, Platzverschwendung und wirklich toll sieht es auch nicht aus. Es gäbe tausend andere Ansätze aber die hätte ich wahrscheinlich bis heute noch nicht umgesetzt.

1:0 für’s Chaos!